Bei einem am 10. November im Revier Körborn tot aufgefundenen Feldhasen wurde im Landesuntersuchungsamt Rheinland-Pfalz der Erreger der Tularämie, landläufig auch als „Hasenpest“ bekannt, festgestellt.

Tularämie ist eine häufig tödlich verlaufende ansteckende Erkrankung bei frei lebenden Nagetieren und Hasenartigen, die durch das Bakterium Francisella tularensis (früher Pasteurella tularensis) ausgelöst wird.

Die Erkrankung ist eine Zoonose und kann auf den Menschen übertragen werden. Sie zählt in Deutschland zu den meldepflichtigen Tierkrankheiten.

Das Robert-Koch-Institut empfiehlt bei Kontakt mit kranken und toten Wildtieren, insbesondere Hasen und Kaninchen, folgende Vorsichtsmaßnahmen : Zum Schutz vor Übertragung sollten insbesondere Jäger beim Abbalgen Handschuhe tragen und auffällige Tiere den Behörden für eine Untersuchung melden. Bei zu erwartender Aerosolentwicklung sollte eine Atemschutzmaske (FFP2/FFP3) getragen werden. Fleisch von Hasen und Kaninchen sollte nur gut durchgegart verzehrt werden. In Gegenden, in denen Fälle von Tularämie aufgetreten sind, sollte Oberflächen- und Brunnenwasser vor dem Trinken abgekocht werden. Der Kontakt mit durch Tierkadaver kontaminiertem Wasser sollte gemieden werden. Regeln der Haushalts- und Händehygiene sollten strikt eingehalten werden.

Bitte schauen Sie sich für weitere Informationen das untenstehende Merkblatt an.

 

Merkblatt Tularämie (Hasenpest)