Die Corona-Krise hat zu einem nahezu vollkommenen Stillstand der Gesellschaft geführt. Um aber die Landwirtschaft vor Ernteausfällen durch Wildschäden zu schützen oder einen möglichen Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest (ASP) zu verhindern, ist Jagd unerlässlich. Diese Einsicht teilen auch die rheinland-pfälzischen Ministerien für Gesundheit und Umwelt.

Die Einzeljagd bleibt auch in Zeiten der Corona-Krise möglich. „Wir sind sehr glücklich darüber, dass uns die Ministerien für Gesundheit und Umwelt schriftlich mitgeteilt haben, dass sie die Ausübung der Einzeljagd unter Beachtung der Vorgaben der 3. Corona-Verordnung zulassen und für wichtig erachten“, sagt Dieter Mahr, Präsident des Landesjagdverbandes Rheinland-Pfalz e.V. (LJV). Die Aussaat von Sommerkulturen macht die Jagdausübung enorm wichtig. „Wildschweine und andere Wildtiere würden sonst große Schäden in Mais und Getreide verursachen“, erläutert LJV-Präsident Mahr. Gravierende Ernteausfälle wären die Folge. „Jäger tragen unmittelbar zur systemrelevanten Daseinsvorsorge bei, indem sie Wildschäden auf Wiesen und Feldern verhindern.“

Jägerinnen und Jäger können weiterhin den wichtigen Kampf gegen die Ausbreitung der ASP fortführen. Diese ist nur noch wenige Kilometer von der deutschen Grenze entfernt. „Eine Verbreitung der Tierseuche hätte gravierende wirtschaftliche Folgen für die rheinland-pfälzische Landwirtschaft“, betont Dieter Mahr. Das Friedrich-Loeffler-Institut stuft das Risiko eines Eintrags der Seuche durch Wildschweine aus Westpolen und Belgien als hoch ein.

Was Jägerinnen und Jäger bei der Jagdausübung in Corona-Zeiten beachten müssen, finden Sie hier.